|
Einführung Vor 90 Jahren gründete Raoul Heinrich Francé die Zeitschrift MIKROKOSMOS und die erste Mikrobiologische Vereinigung mit mehr als 4000 Mitgliedern. Aber nicht nur in den heutigen Vereinigungen wirkt sein Geist fort. Auch in anderen Kreisen erinnert man sich seiner mit Verehrung. Denn seine Wegweisungen und Warnungen sind besonders für uns Heutige von beklemmender Aktualität. "Er ist in die Tiefe der Welt eingedrungen und hat sie unseren Augen darum weit gemacht", schreibt Stefan Zweig 1924 in einer Festschrift zum 50. Geburtstag von R. H. Francé. "Er hat mit fast religiöser Leidenschaft die Zusammenhänge gefühlt und ist aus einem bloß Gebildeten zum Bildner geworden. Vielfachste Anregung geht von seinem Werke und Wesen aus." Er war einer der herausragenden Köpfe seiner Zeit: Biologe, Botaniker, Erforscher des Boden- und Waldlebens, Begründer der Biotechnik als Wissenschaft (Bionik), Begründer der modernen Bodenbiologie, der Wissenschaft vom Humus, Pionier und einer der Väter des Natur- und Umweltschutzes, Alpinist, Kultur- und Lebensphilosoph, Volksbildner, Künstler, Erfinder. In der Tradition Alexander v. Humboldts hat er in seinem schriftstellerischen Werk ein Gesamtbild der uns umgebenden Natur dargestellt. In 60 Büchern und hunderten von Artikeln behandelte er vielfach Themen, die gerade heute von brennendner Aktualität sind. Den orthodoxen Spezialisten der Wissenschaft war er als fachübergreifender Systemdenker und Ökologe ein Alptraum, seine Warnungen haben sie unter den Teppich gekehrt - vergebens, denn seine ängstigenden Visionen sind inzwischen greifbare Wirklichkeit geworden.
Das ist es, was man |
|||||
|
|
|||||
|
|
|
||||