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Letzte Warnung Wie eine Horde Teufel trampeln wir auf der leidenden Natur herum. Wir schaden nur unserem eigenen Glück und unserer Seele wie unserem Wohlstand, wenn wir unseren Boden unfruchtbar machen, die Wälder verwüsten, die reinen Flüsse trüben, die Schätze des Bodens zu sehr ausnützen, Tiere und Pflanzen ausrotten. Wenn wir die heimatliche Natur zerstören, dann zerstören wir uns selbst. Die Naturzerstörung werde für unsere Kinder und Enkel die Unglücksquelle ihrer Tage werden, prophezeit Francé warnend. Die Ehrfurcht vor der Ganzheit muß uns in den Arm fallen, damit wir nicht über die Rechte des Menschen hinausgreifen und die Harmonie zerstören. Zur Harmonie gehört, daß jedes Lebende, sogar jedes Ding eingeordnet ist in eine Lebensgemeinschaft, die ihm Rechte gewährt, wenn es Pflichten erfüllt, denn jedes lebt in einem biozönotischen Zusammenhang und in Abhängigkeit. Kann es darum etwas zeitgemäßeres, notwendigeres für uns geben, als diese Biozönose zu erkennen und in Ordnung zu bringen ? Denn das ist unsere Aufgabe! (Francé, 1904) Immer wieder betont Francé, daß die natürliche Biozönose des Mitteleuropäers der Wald ist, und daß wir ohne ihn auf diesem Kontinent nicht leben können. Wir sind Waldmenschen, im Gegensatz zu den Menschen, die in der Steppe leben, in der Wüste oder auf steinigen Inseln im Meere. Er ermahnt uns in eindringlichen Worten, nicht egoistisch und aus Willkür über das hinauszugreifen, was dem Menschen als Mitglied seiner jeweiligen Biozönose zukommt, damit wir nicht unsere Lebensgrundlagen unwiderbringlich zerstören. Wir werden es zu büßen haben, wenn wir die Kontinente ruinieren, die Gebirge vorzeitig durch Erosion einebnen, die Flüsse verkürzen und vegetationslose Zonen versäumter Bodenerneuerung schaffen. In packenden Bildern und bedrückenden Beispielen zeigt er an Weltgegenden und Völkern der Vergangenheit auf, wo gesündigt, ehemals blühender Lebensraum für immer zu steiniger Wüste gemacht wurde. Die Unwilligen und Unfähigen warnt er vor der unerbittlichen Konsequenz und gnadenlosen Gesetzmäßigkeit der Selektion, die auf allen Stufen des Seins dafür sorgt, daß die Harmonie streng eingehalten wird und die uns mit tausend Leiden strafen wird, wenn wir nicht richtig leben. Eines Tages werde das Maß der Sünden wider die Natur voll sein, und dann wird die Stimme des Gerichts ebenso gleichmütig ihr Todesurteil sprechen, wie sie es nach der Entwaldung des Morgenlandes in der Antike getan habe. Eine Zusammenordnung von Teilen, die sich harmonisch zueinander verhält, ist dauerhaft, ermöglicht ihnen das Optimum, eine unharmonische verhindert es und bewirkt schmerzhafte Änderungen. "Das ist alles, was ich weiß und lehre", sagt Francé (1922 b). Und beschwörend ermahnt er uns über sieben Jahrzehnte hinweg: "Aus den Naturgesetzen des Menschen Geist und Wirken zu begreifen, in der Natürlichkeit den Maßstab gesunder Entwicklung zu finden - wenn er das kann, erst dann ist der Mensch in Harmonie gebracht mit dem Unendlichen, das uns im Leben erhält und durch uns wirkt und uns zu nichts zerblasen wird, wenn wir uns den Lebensgesetzen des Alls nicht anpassen können oder wollen." |
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